Offenes "Patientenseminar" zu Hüft-, Knie- und Schulterimplantaten am 16.02.2008 in der EuromedClinic
"Implantate zum Anfassen", Navigationsgeräte, Führungen, Videovorführungen und Vorträte
Fürth/Nürnberg: Einen umfassenden praxisorientierten Einblick in die verschiedenen
Operationsmöglichkeiten von künstlichen Hüft-, Knie- und Schultergelenken erhalten Patienten und
Interessierte am Samstag, 16.2.2008, von 10 bis 14 Uhr in der EuromedClinic beim Patientenseminar „Endoprothetik zum Anfassen“.
Angesichts der in Deutschland jährlich ca. 200.000 implantierten künstlichen Hüftgelenke und
ca. 150.000 Kniegelenke ist es für Betroffene und ihre Angehörigen wichtig, ihre Angst vor dieser
Operation zu verlieren. Denn viele leiden bereits seit Jahren oder Jahrzehnten unter starken
Arthroseschmerzen und versuchen trotzdem, eine Operation so weit wie möglich hinauszuschieben. Dies
ist im Verhältnis zur wiedergewinnbaren Lebensqualität aber oftmals unbegründet, sagen Fachärzte.
Vom Gelenkersatz profitieren zunehmend auch jüngere Patienten, beispielsweise nach Unfällen, da die
Operateure heute über wesentlich verbesserte Materialien und eine ausgefeiltere und möglichst
knochensparende Operationstechnik verfügen.
So gibt es bei dem Patientenseminar nicht nur die Möglichkeit, sich zu jeder halben Stunde in
Vorträgen der Fachärzte zu informieren, sondern auch die Gelegenheit, alle ausgestellten Implantate
einmal selbst anzufassen, einer Operation am Kunstknochen zuzusehen, dabei Fragen zu den
verschiedenen Materialien zu stellen und sich das Navigationsgerät erklären zu lassen. Ebenfalls
ist auf Video die Implantation eines künstlichen Sprunggelenks am Fuß zu sehen. Auch seltener
angebotene Operationen wie so genannte „inverse Schulterimplantate“ (bei einem nicht reparablen
Riss der Rotatorenmanschette) oder Hüftoberflächenersatzimplantate (Kappenendoprothesen) werden von
den Fachärzten ausführlich erläutert. Über die Trainingstherapie vor und nach der Operation
informieren Führungen durch das Alpha-Reha-Physiotherapiezentrum.
Wichtig ist dem Ärzteteam der „Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie“ auch, Patienten
darüber aufzuklären, dass Navigationsgeräte nicht mit den umstrittenen Operationsrobotern zu
verwechseln sind, die in den 90er Jahren durch die Presse gingen, sondern wichtige Messgeräte, die
dem Operateur hilfreich zur Seite stehen. An dem in der EuromedClinic verwendeten Navigationsgerät haben die Fachärzte Dr. med. Astrid Krückhans
und Dr. med. Peter Tichy in der Entwicklungs- und Testphase vor acht Jahren entscheidend mitgewirkt
und können daher genau über seine Funktionsweise Auskunft geben. So gibt es allein für das Knie 15
verschiedene Implantatsvarianten. Dies ist wichtig, denn jedes Implantat muss grundsätzlich
individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten werden.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zum Downloaden finden Interessierte unter www.euromed.de, Rubrik „
Veranstaltungen“.
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