Diabetes mellitus
Von einer Diabetes mellitus Erkrankung (pathologische krankhafte Blutzuckerhöhung) sprechen wir, wenn die Blutzuckerwerte über 125 mg/dl bzw. über 7,0 mmol/l liegen. Es besteht eine Grauzone bei Blutzuckerwerten zwischen 110 und 125 mg/dl entsprechend mehr als 6,1 und weniger als 7,0 mmol/l.
Reguliert wird der Blutzucker über das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin.
Wir unterscheiden zwei Arten von Diabetes: Der Typ 1-Diabetes betrifft vor allem jüngere Menschen bis zum 40. Lebensjahr und geht mit einer völligen Zerstörung der Betazellen und daraus resultierendem Insulinmangel einher.
Der Typ 2-Diabetes ist der typische Blutzucker des höheren Lebensalters. Hier steht meist eine durch Übergewicht verursachte Insulinresistenz später auch eine nachlassende Insulinproduktion im Vordergrund.
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Reguliert wird der Blutzucker über das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin.
Wir unterscheiden zwei Arten von Diabetes: Der Typ 1-Diabetes betrifft vor allem jüngere Menschen bis zum 40. Lebensjahr und geht mit einer völligen Zerstörung der Betazellen und daraus resultierendem Insulinmangel einher.
Der Typ 2-Diabetes ist der typische Blutzucker des höheren Lebensalters. Hier steht meist eine durch Übergewicht verursachte Insulinresistenz später auch eine nachlassende Insulinproduktion im Vordergrund.
In Deutschland sind 10 Mio. Menschen an Diabetes erkrankt. 7 Mio. davon werden bereits behandelt. 3 Mio. wissen noch nichts von ihrer Krankheit bzw. wurden noch nicht getestet. Dreh- und Angelpunkt der Erkrankung ist das Auftreten von 4 Merkmalen, welche die Mediziner metabolisches Syndrom nennen oder treffend auch „tödliches Quartett“.
Zum tödlichen Quartett gehört der Bluthochdruck, die Fettstoffwechselstörung, die bauchbetonte Adipositas und der gestörte Zuckerstoffwechsel.
Der Grund allen Übels ist das Bauchfettgewebe zwischen den Darmschlingen und in der Leber. Die dadurch verursachte Insulinresistenz führt bei den meisten Diabetikern Typ 2 zu deutlich erhöhten Blutzuckerwerten.
Anders verhält es sich bei den Typ 1-Diabetikern. Hier kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse bereits im frühen Lebensalter. Dadurch finden sich bereits bei Kindern und Jugendlichen deutlich erhöhte Blutzuckerwerte, die sich durch eine Neigung zu schweren ketoazidotischen (kann man nicht übersetzen) Komazuständen auszeichnen.
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Zum tödlichen Quartett gehört der Bluthochdruck, die Fettstoffwechselstörung, die bauchbetonte Adipositas und der gestörte Zuckerstoffwechsel.
Der Grund allen Übels ist das Bauchfettgewebe zwischen den Darmschlingen und in der Leber. Die dadurch verursachte Insulinresistenz führt bei den meisten Diabetikern Typ 2 zu deutlich erhöhten Blutzuckerwerten.
Anders verhält es sich bei den Typ 1-Diabetikern. Hier kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse bereits im frühen Lebensalter. Dadurch finden sich bereits bei Kindern und Jugendlichen deutlich erhöhte Blutzuckerwerte, die sich durch eine Neigung zu schweren ketoazidotischen (kann man nicht übersetzen) Komazuständen auszeichnen.
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Mehrere große Studien haben eindeutig bewiesen, dass eine Veränderung des Lebensstils den Diabetes verhindert. Durch eine Gewichtsabnahme von 5 – 10 % des Ausgangskörpergewichts, 4 Stunden sportliche Aktivität pro Woche und eine Ernährungsumstellung (weniger Fett und mehr Vollkornprodukte) werden die Zellen wieder sensibel für Insulin und die Gefahr ist gebannt.
Nur etwa 25 % der Menschen mit Neigung zum Diabetes gelingt es damit nicht, ihr Risiko ganz auszuschalten. Eine vernünftige Vorsorgepille gibt es nicht.
Anders sieht der Fall aus bei Typ 1-Diabetes. Nicht Übergewicht und Insulinresistenz sind hier die Ursachen, sondern der Angriff des eigenen fehlgeleiteten Immunsystems, das Antikörper gegen Zellen der Bauchspeichelsdrüse produziert.
Bitte prüfen Sie Ihr eigenes Diabetesrisiko anhand des Diabetes-Risiko-Checks. Sollten Sie mehr als 12 Punkte erzielen, dürfen Vorsorgemaßnahmen nicht mehr aufgeschoben werden.
Erreichen Sie mehr als 15 oder über 20 Punkte ist Diabetes für Sie eine akute Gefahr.
Nur etwa 25 % der Menschen mit Neigung zum Diabetes gelingt es damit nicht, ihr Risiko ganz auszuschalten. Eine vernünftige Vorsorgepille gibt es nicht.
Anders sieht der Fall aus bei Typ 1-Diabetes. Nicht Übergewicht und Insulinresistenz sind hier die Ursachen, sondern der Angriff des eigenen fehlgeleiteten Immunsystems, das Antikörper gegen Zellen der Bauchspeichelsdrüse produziert.
Bitte prüfen Sie Ihr eigenes Diabetesrisiko anhand des Diabetes-Risiko-Checks. Sollten Sie mehr als 12 Punkte erzielen, dürfen Vorsorgemaßnahmen nicht mehr aufgeschoben werden.
Erreichen Sie mehr als 15 oder über 20 Punkte ist Diabetes für Sie eine akute Gefahr.
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Die Zahl der über 3 Mio. Diabetiker in Deutschland, die noch nicht diagnostiziert wurden, zeigt, dass die Symptome des Diabetes in einer frühen Phase kaum wahrnehmbar sind. Lediglich deutlich erhöhte Blutzuckerwerte führen zu nachlassender Konzentration und zunehmender Austrocknung des Körpers durch vermehrten Urinfluß. Jetzt findet sich auch eine Blutzuckerausscheidung im Urin, der Urin schmeckt süß. Manchmal ist häufiges nächtliches Wasserlassen bei erhöhten Blutzuckerwerten ein Symptom des Diabetes. Bei Typ 1-Diabetiker kommt es infolge des Insulinmangels relativ rasch zu einem ketoazidotischen Koma mit Bewusstseinstrübung. Ansonsten wird der Diabetes meist diagnostiziert aufgrund seiner Folgekrankheiten, wie Schlaganfall und Herzinfarkt.
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Die Diagnostik des Diabetes erfolgt als verlässlichste Methode über die Bestimmung des Blutzuckers nüchtern oder über einen Zuckerbelastungstest. Hier weisen zwei Stundenwerte über 200 eindeutig auf eine Blutzuckererkrankung hin, zwei Stundenwerte zwischen 140 und 200 mg/dl auf eine gestörte Glucosetoleranz, Prädiabetes.
Zur Überprüfung der diabetischen Stoffwechsellage dient die Bestimmung des Blutzuckerlangzeitgedächtniswertes, HbA1c-Wert. Dieser sollte alle drei Monate bestimmt werden und bei gut eingestellten Diabetikern unter 6,5 betragen. Zur Bestimmung der Insulinresistenz greift man auch auf den Homaindex bzw. den Proinsulinquotienten zurück.
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Zur Überprüfung der diabetischen Stoffwechsellage dient die Bestimmung des Blutzuckerlangzeitgedächtniswertes, HbA1c-Wert. Dieser sollte alle drei Monate bestimmt werden und bei gut eingestellten Diabetikern unter 6,5 betragen. Zur Bestimmung der Insulinresistenz greift man auch auf den Homaindex bzw. den Proinsulinquotienten zurück.
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Die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 basiert auf drei Säulen:
1.Bewegungstherapie
2.Ernährungstherapie- und umstellung
3.Medikamentöse Behandlung incl. Insulinspritzen.
Für die medikamentöse Behandlung des Diabetes steht uns eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung. Allen voran das seit Jahren bekannte und bewährte Medikament Metformin, das vor allem bei übergewichtigen Diabetikern ein Basismedikament darstellt und die Insulinresistenz vermindert.
Daneben sind seit vielen Jahren sogenannte Sulfonylharnstoffe in Gebrauch. Diese Medikamentengruppe bewirkt, dass die Betazellen der Bauchspeicheldrüse mehr Insulin freisetzen. Des weiteren sogenannte Insulinsensitizer. Bekannt sind hier die beiden Präparate Rosiglitazone und Pioglitazone. Beide Medikamente sollen die Insulinempfindlichkeit des Körpers erhöhen und den Blutzuckerspiegel dadurch senken. Seit Mai diesen Jahres sind zwei neue Medikamente in Deutschland erhältlich. Sie beeinflussen erstmals das Regelsystem der Inkretine, einer Gruppe von Hormonen, die beim Essen im Darm ausgeschüttet werden.
Diese Medikamente senken den Blutzucker nahrungsabhängig. Für die meisten Typ 2-Diabetiker kommt in der Regel nach einer Diabetesdauer von 3 – 5 Jahren der Moment, an dem sich die Bauchspeicheldrüse erschöpft und die medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreicht und eine Insulintherapie notwendig wird. In Deutschland haben wir zum momentanen Zeitpunkt 1,9 Mio. insulinspritzende Diabetiker.
Dank moderner Injektionsgeräte und moderner Insuline mit ultrakurzer Wirkung, die direkt zum Essen gespritzt werden können, ermöglicht es den meisten Diabetikern ein vollkommen normales Leben. Vor allem die Typ 1-Diabetiker sind von Anfang an auf eine Insulinapplikation angewiesen. Man führt hier heute eine intensivierte Insulintherapie durch, d.h. der Patient spritzt ein- bis zweimal am Tag ein langwirkendes Basisinsulin und jeweils zum Essen ein sog. kurzwirkendes Nahrungsinsulin. Zahlreiche Beispiele belegen, dass Sport und Marathonlaufen mit Diabetes möglich sind. Der Ausdruck „gesund wie ein Diabetiker“ ist mehr als nur ein Schlagwort.
Eine gute Diabeteseinstellung beugt der Entstehung diabetesspezifischer Folgeerkrankungen vor.
Diabetes führt zu einem erheblich erhöhten Herzinfarktrisiko, einem erhöhten Schlaganfallrisiko und einer fortschreitenden Nierenschädigung. Über 50 % der Dialysepatienten sind zum heutigen Tag bereits Diabetiker. Diabetische Nervenschädigung, verursacht durch eine schlechte Durchblutung der peripheren Nerven ist nicht nur schmerzhaft und unangenehm, sondern Wegbereiter des diabetischen Fußsyndroms. Dies führt zu 20.000 vermeidbaren Beinamputationen allein in Deutschland pro Jahr. Eine konsequente Blutzuckereinstellung und ein gutes interdisziplinäres Management zusammen mit Diabetologen, Chirurgen, Podologen, Gefäßspezialisten (Angiologen) und einem konsequenten Wundmanagement kann dies verhindert.
Die erhebliche kardiovaskuläre Mortalität (= vermehrte Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt) führt dazu, dass ein Schwerpunkt nicht nur auf der Behandlung des Blutzuckers liegt, sondern auch gleichzeitig die Risikofaktoren Cholesterin und Bluthochdruck optimal eingestellt werden müssen. Die erforderlichen Kontrolluntersuchungen orientieren sich an dem blauen Diabetespass der Deutschen Diabetesgesellschaft und beinhalten alle drei Monate Kontrolle der Stoffwechselparameter, Blutdruck und Körpergewichtskontrolle sowie einmal jährlich einen ausführlichen Gefäßstatus mit Augenhintergrundbeurteilung.
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1.Bewegungstherapie
2.Ernährungstherapie- und umstellung
3.Medikamentöse Behandlung incl. Insulinspritzen.
Für die medikamentöse Behandlung des Diabetes steht uns eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung. Allen voran das seit Jahren bekannte und bewährte Medikament Metformin, das vor allem bei übergewichtigen Diabetikern ein Basismedikament darstellt und die Insulinresistenz vermindert.
Daneben sind seit vielen Jahren sogenannte Sulfonylharnstoffe in Gebrauch. Diese Medikamentengruppe bewirkt, dass die Betazellen der Bauchspeicheldrüse mehr Insulin freisetzen. Des weiteren sogenannte Insulinsensitizer. Bekannt sind hier die beiden Präparate Rosiglitazone und Pioglitazone. Beide Medikamente sollen die Insulinempfindlichkeit des Körpers erhöhen und den Blutzuckerspiegel dadurch senken. Seit Mai diesen Jahres sind zwei neue Medikamente in Deutschland erhältlich. Sie beeinflussen erstmals das Regelsystem der Inkretine, einer Gruppe von Hormonen, die beim Essen im Darm ausgeschüttet werden.
Diese Medikamente senken den Blutzucker nahrungsabhängig. Für die meisten Typ 2-Diabetiker kommt in der Regel nach einer Diabetesdauer von 3 – 5 Jahren der Moment, an dem sich die Bauchspeicheldrüse erschöpft und die medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreicht und eine Insulintherapie notwendig wird. In Deutschland haben wir zum momentanen Zeitpunkt 1,9 Mio. insulinspritzende Diabetiker.
Dank moderner Injektionsgeräte und moderner Insuline mit ultrakurzer Wirkung, die direkt zum Essen gespritzt werden können, ermöglicht es den meisten Diabetikern ein vollkommen normales Leben. Vor allem die Typ 1-Diabetiker sind von Anfang an auf eine Insulinapplikation angewiesen. Man führt hier heute eine intensivierte Insulintherapie durch, d.h. der Patient spritzt ein- bis zweimal am Tag ein langwirkendes Basisinsulin und jeweils zum Essen ein sog. kurzwirkendes Nahrungsinsulin. Zahlreiche Beispiele belegen, dass Sport und Marathonlaufen mit Diabetes möglich sind. Der Ausdruck „gesund wie ein Diabetiker“ ist mehr als nur ein Schlagwort.
Eine gute Diabeteseinstellung beugt der Entstehung diabetesspezifischer Folgeerkrankungen vor.
Diabetes führt zu einem erheblich erhöhten Herzinfarktrisiko, einem erhöhten Schlaganfallrisiko und einer fortschreitenden Nierenschädigung. Über 50 % der Dialysepatienten sind zum heutigen Tag bereits Diabetiker. Diabetische Nervenschädigung, verursacht durch eine schlechte Durchblutung der peripheren Nerven ist nicht nur schmerzhaft und unangenehm, sondern Wegbereiter des diabetischen Fußsyndroms. Dies führt zu 20.000 vermeidbaren Beinamputationen allein in Deutschland pro Jahr. Eine konsequente Blutzuckereinstellung und ein gutes interdisziplinäres Management zusammen mit Diabetologen, Chirurgen, Podologen, Gefäßspezialisten (Angiologen) und einem konsequenten Wundmanagement kann dies verhindert.
Die erhebliche kardiovaskuläre Mortalität (= vermehrte Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt) führt dazu, dass ein Schwerpunkt nicht nur auf der Behandlung des Blutzuckers liegt, sondern auch gleichzeitig die Risikofaktoren Cholesterin und Bluthochdruck optimal eingestellt werden müssen. Die erforderlichen Kontrolluntersuchungen orientieren sich an dem blauen Diabetespass der Deutschen Diabetesgesellschaft und beinhalten alle drei Monate Kontrolle der Stoffwechselparameter, Blutdruck und Körpergewichtskontrolle sowie einmal jährlich einen ausführlichen Gefäßstatus mit Augenhintergrundbeurteilung.
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